Fostex FE103En: Baubericht

September 22, 2010 3 Kommentare

Aufgrund meines Umzugs mussten neue Lautsprecher her, den alten fehlte der Bass.

Neben einem kompletten Kauf stand natürlich auch wieder ein Selbstbau zur Diskussion und als ich auf die Fostex FE103En Lautsprecherchassis stieß, war die Wahl sehr einfach, denn Breitbänder haben es mir irgendwie angetan.

Fostex liefert mit dem Datenblatt der Chassis einen Bauvorschlag für ein sogenanntes Backloaded Horn mit: Backloaded Horn Recommended Enclosure

Praktischerweise ist der Bauplan auf 15mm Holz ausgelegt, was die Möglichkeit ergibt, Multiplex zu nutzen. Multiplex ist zwar teurer als MDF, jedoch leichter und besitzt vor allem eine Oberfläche, die eine Lackierung nicht nötig macht.

Also wurden die Lautsprecherchassis bestellt, die Terminals gekauft und im Baumarkt knapp 2,3 m² Multiplex Birke zugeschnitten.

Eine Menge Holz:

Erstes Probeliegen:

Die Ausschnitte für die Chassis und Terminals wurden mit einer Stichsäge und dem passenden Kurvensägeblatt gesägt:

Der erste Lautsprecher ist verklebt (mit Ponal Fugen-Leim, denn dieser erlaubt durch seine Hohe Anfangshaftung ein zügiges, zwingenloses Arbeiten und durch seine Eigenschaften werden Ungenauigkeiten des Holzzuschnitts ausgeglichen):

Der Verlauf der Innenverkabelung:

Beide Lautsprecher beschwert und über Nacht trocknen lassen:

Nach dem Trocknen konnten die Lautsprecherchassis und Anschlussterminals verlötet und eingebaut werden.

Die Gesamtbauzeit betrug etwa 11 Stunden. Leider sind die Lautsprecher nicht ganz dicht, aber trotzdem (oder gerade darum) klingen sie hervorragend.

Wie im Datenblatt zu sehen, beträgt die Länge des Hornverlaufs etwa 2 Meter, die untere Grenzfrequenz ungefähr 50 Hz und die Belastbarkeit 5 Watt. Diese Werte sind für den normalen Gebrauch in einer Mietwohnung mehr als ausreichend. An einem Röhrenverstärker wird wohl eine Impedanzkorrektur notwendig sein (bei ~71 Hz, siehe Datenblatt), wenn meiner fertig ist, werde ich berichten. Das Gewicht beträgt, Multiplex sei Dank, nur 16 kg pro Lautsprecher.

Und da mir Klangbeschreibungen nicht liegen, möchte ich den Baubericht, mit einem Foto der Lautsprecher an ihrem Aufstellungort, beenden:

Einbau eines RFID-Tags in das Palm Pre

rfid working Bei der Lektüre des Precentral-Forums bin ich über ein interessantes Projekt gestoßen: Der Einbau eines RFID-Tags in das Palm Pre. In dem Anwendungsfall sollte damit der Zugang zu der lokalen U-Bahn sichergestellt werden, wo über entsprechende Karten die Fahrkosten von einem Guthaben abgebucht werden.

In Ermangelung eines passenden U-Bahn-Systems (und dem weiträumigen Verzicht auf öffentliche Verkehrsmittel im Allgemeinen) musste eine andere Karte mit Tag herhalten: Die Zutrittskontrolle zu meinem Arbeitsplatz.

Hier werden einfache Tags benutzt, die lediglich aus einer Kreisrunden Antenne, bestehend aus mehrere, hauchdünnen Kupferdrähten und einem winzigen Chip bestehen.

Auslösen des Chips

CIMG0213 Da der Chip in den Kunststoff der Karte eingegossen ist und die Technik sehr filigran ist, lässt sich der Tag nicht mechanisch auslösen. Die chemische Keule namens Aceton hilft bei diesem Vorhaben jedoch ungemein.

CIMG0219

Dazu wird die Karte in einem entsprechenden Gefäß (Glas, Porzellan) komplett mit der Flüssigkeit bedeckt. Nun heißt es kurz warten, in meinem Fall hat es circa eine halbe Stunde gedauert bis sich der Kunststoff soweit aufgelöst hat, dass man die Antenne samt Chip ohne Probleme dem Bad entnehmen konnte.

Einbau in das Pre

rfid backDie einfachste und schnellste Möglichkeit das Pre mit der Antenne zu verheiraten ist es die Technik einfach in die Batteriefachabdeckung einzukleben. Testweise ist dies mit etwas Klebeband geschehen, welches vorsichtig auf die Antenne geklebt wurde und dann den Tag festhielt. Aufgrund der geringen Dicke von Antenne und Chip lässt sich die Abdeckung danach auch ganz normal wieder aufsetzen.

Wie man die Antenne am schlausten einbaut hängt dabei auch von der Bauform ab. In dem Fall meines kreisrunden Exemplars war dies kein Problem, andere Antennen können größer sein und müssen gegebenenfalls einmal komplett innen herum verlegt werden. Hier geht Probieren über Studieren 😉

Funktionstest

Der erste Test verlief absolut problemlos: Das Gerät in die Nähe des Lesers halten, fertig. Alles funktionierte wie von der ehemaligen Karte gewohnt.

Mögliche Probleme

rfid chip Wie man auf den Bilder erkennen kann besitze ich den Touchstone, ein induktives Ladegerät. Sollte der RFID-Tag auf derselben Frequenz wie das Ladegerät horchen wird hier der Chip nach einmaligem Benutzen des Touchstones durchbrennen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering, da die Frequenzen übereinstimmen müssen.

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OpenRanked: Einführung

In den letzten Tagen habe ich viel für das Projekt OpenRanked gemacht. OpenRanked ist ein zentraler Statistik-Server, der von verschiedenen Clients über Protobuf die Statistik-Daten sammelt. Ziel war und ist es, dass man eine Alternative zum offiziellen Ranking-System von id Software hat.

Der OpenRanked-Server (ORS) basiert auf Java. Alle Clients, die sich mit dem ORS verbinden wollen, müssen die Library libopenranked benutzen, die für Transportschicht (Googles Protobuf über SSL) zuständig ist. Für Enemy Territory:Quake Wars (ET:QW) haben wir einen Mod entwickelt, der über libopenranked die Verbindung mit dem ORS aufnimmt.

Einen Überblick über die dahinterstehende Architektur ist im Git des Sourceforges zu finden.

Falls ihr selbst den Code unter Linux kompilieren wollt, läuft das folgendermaßen ab:

  • Git-Repository klonen
  • apt-get install libssl-dev scons build-essential mesa-common-dev libprotobuf-dev
  • Zuerst libopenranked erstellen:
    • cd modules/libopenranked
    • scons
  • Danach ORM erstellen:
    • Download des ET:QW 1.5 SDKs, entpacken mit Wine und Inhalt des Verzeichnisses source nach modules/openranked-mod kopieren
    • cd modules/
    • patch -p0 < openranked-mod-patch/latest.patch
    • cd openranked-mod
    • scons
    • Erstellter Mod liegt unter openranked-mod/build/release/game/sys/scons/libgame.so

NAS mit Intel Atom D510

Juli 7, 2010 2 Kommentare

Es ist ein Windows Storage Server 2008 geplant, der auf der Basis eines Zotac NM10-DTX WiFi inkl. Intel Atom D510 entstehen soll. Weitere Hardwaredaten:

– Intel Atom D510 @ 2 x 1,66 GHz
– Zotac NM10-DTX WiFi Mainboard inkl.

  • 1 x SATA Controller 4x mit RAID 0, 1, 0+1
  • 1 x SATA Controller 2x
  • 6 x USB 2.0 (+4 optional)
  • Intel® Graphics Media Accelerator 3150 mit 256MB shared
  • 5.1 HD Audio mit optisch & coaxial Digitalausgang
  • Gigabit-LAN
  • WLAN 802.11n
  • TDP 13Watt

– 2 x Mushkin 2048MB DDR2-800 Stiletto (CL 5-5-5-18)

– 2 x 250GB HDD für das Betriebssystem + Backup
– 4 x 2TB HDD RAID5 als Datenspeicher (Array zusammengefasst in einer Backplane)

– BeQuiet L7 PurePower 350W 80+
– Sharkoon Rebel9 Economy Edition

Die vier 2TB Platten wurden per Wechselrahmen der Backplane und die beiden 250GB Platten mittels Einbaurahmen ins Gehäuse eingebaut. Beim Anschluss der Festplatten ergab sich ein kleines Problem: Die vier 2TB Platten wurden zunächst am JMicron Controller angeschlossen. Nach der Installation sollte dann das Erstellen des Software RAID5 folgen. Dies schlug jedoch mit der Meldung „Fehlerhafte Redundanz“ fehl. Nach genaueren Untersuchungen fiel uns auf, dass sich von der Platte am ersten Port des JMicron Controllers keine S.M.A.R.T.-Werte auslesen ließen. Im JMicron BIOS war zudem nur eben diese Platte aufgelistet. Vermutlich legt der Controller einen Lock auf den ersten Port (oder irgendwas in der Art). Darum: Wer ein Software-RAID5 mit diesem Board betreiben möchte, tut gut daran, den ersten Port des JMicron Controllers nicht zu verwenden und statt dessen einen der beiden Ports des Intel-Controllers mitbenutzen. Für ein Hardware RAID gilt dies natürlich nicht.

Nachdem dieses Problem überwunden war, galt es das RAID aufzusetzen. Hierzu einfach im Disk Management einen Rechtsklick auf eine der betroffenen Platten machen und RAID5 auswählen. Danach kann man alle Platten, die zum RAID gehören sollen, auswählen. Wichtig: Macht lieber ein Quick Format, sonst hängt ihr Tage daran 😉 Das abschließende Resync der Platten dauert allerdings auch etwas, bei mir lief es ca. 17 Stunden.

Um die Wartezeit ein wenig zu überbrücken, wurde das Backup eingerichtet. Hierzu gibt es nicht allzu viel zu sagen: Windows Backup übernimmt die Sicherung jeden Morgen um 6:00 Uhr und sichert die Systemplatte auf die dafür vorgesehene Backup-Platte.

Zusätzlich wurde der VMware Server 2.0 (den es mittlerweile für lau gibt) aufgesetzt. Das Management Interface ist nun komplett webbasiert und läuft in einer Tomcat-Umgebung (Tomcat 6.0). Nach der Installation ist das Interface per http://<rechnername/ip&gt;:8222/ oder https://<rechnername/ip&gt;:8333/ erreichbar.

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Serveraufbau mit Intel Atom D510

Juli 6, 2010 2 Kommentare

Es ist ein Windows Server 2008 R2 geplant, der auf der Basis eines Zotac NM10-DTX WiFi inkl. Intel Atom D510 entstehen soll.
Weitere Hardwaredaten:

– Intel Atom D510 @ 2 x 1,66 GHz
– Zotac NM10-DTX WiFi Mainboard inkl.

  • 1 x SATA Controller 4x mit RAID 0, 1, 0+1
  • 1 x SATA Controller 2x
  • 6 x USB 2.0 (+4 optional)
  • Intel® Graphics Media Accelerator 3150 mit 256MB shared
  • 5.1 HD Audio mit optisch & coaxial Digitalausgang
  • Gigabit-LAN
  • WLAN 802.11n
  • TDP 13Watt

– 4GB DDR2 RAM

– 1 x 1TB HDD
– 1 x 1,5TB HDD nonRAID
– 3 x 2TB HDD nonRAID

– BeQuiet L7 PurePower 350W 80+
– Silverstone SST-PS04B Precision Midi
– 2 x Noiseblocker Multiframe 80mmLüfter
– Aerocool Touch HD Lüftersteuerung

Die Teile wurden soweit zusammengebaut. Es gab nur kleine Änderungen bzgl. der Festplatten auf Grund anderer Probleme. Nun ist erstmal nur eine 1TB HDD als Systemplatte vorhanden, dafür kam eine weitere 2TB Platte hinzu.

Konfiguration BIOS:
Die Konfiguration im BIOS erweist sich als sehr einfahc. Alle benütigten Einstellugen sind leicht und auf einen Blick zu finden. Selbst die RAID-Konfiguration ist sehr komfortabel, da man bereits im BIOS angeben kann, ob ein RAID0, RAID1 oder JBOD entstehen soll. Praktisch.

Software:

Als nächstes geht es an die Installation des Windows Server 2008 R2 Enterprise, die sich als genau so simpel erweist. DVD rein, Festplatte partitionieren falls gewünscht, auf installieren klicken, fertig.

Die Konfiguration gestaltet sich etwas aufwendiger.
Hier die Software bzw. Rollen, die geplant sind:

– Exchange Server 2010
– Serverbasierte Profile
– Fileserver für Eigene Dokumente, Filme, Musik
– Backup via Volume Shadow Copies
– Trac (Ticketsystem + Wiki)
– Filmverwaltungsdatenbank (HTML, PHP, MySQL)

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