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Quadrocopter auf Arduinobasis: Erfahrungsbericht

Nachdem ich den Copter jetzt einige Male geflogen bin, wird es Zeit für einen Erfahrungsbericht.

Die ersten Versuche waren ziemlich frustrierend, weil die Motoren nicht starteten. Nach der Problemlösung wurde es besser und ich flog die ersten Runden im Garten meiner Freundin. Runden ist übertrieben, aber 2-3 Meter in jede Richtung waren drin 😉 Allerdings waren die Einstellungen noch sehr aggressiv, so dass ich den Copter beim ersten Versuch gleich auf den Kopf drehte und er abstürzte. Wäre ich geduldiger gewesen und hätte etwas überlegt, wäre mir aufgefallen, dass ich mich im Acro-Modus befand, der Copter sich also nicht stabilisierte. Im Stable-Modus flog er dann wesentlich ruhiger und es machte richtig Spaß 🙂

Also wollte ich ein wenig mehr Platz haben und suchte mir ein freies Feld in der näheren Umgebung,. Da ging das Fliegen schon ein wenig besser von der Hand und machte noch mehr Spaß. In meinem Übermut drehte sich der Copter leider wieder und ich konnte ihn gerade noch auf die richtige Seite drehen, bevor er in den Boden einschlug. 15m mehr oder weniger freier Fall, eine ordentliche Staubwolke, die Ausleger etwas verdreht und ein Kabel hatte sich gelöst, sonst war alles in Ordnung. Ziemlich stabil das Ding 😉

Als das Kabel wieder festgelötet war (seitdem nehme ich für schnelle Reparaturen immer ein paar Lüsterklemmen mit ;)) suchte ich mir einige Tage später ein anderes Feld. Leider war es da ein wenig windig und als der Copter von einer Windböe getroffen wurde, wehte er schnell über die Straße und über ein anderes Feld. Ich versuchte noch ihn wieder zurückzusteuern, doch ab einer bestimmten Entfernung rächt sich die Bauart des Copters und man erkennt weder vorne, noch hinten oder oben und unten. Und so entschied ich mich, ihn abstürzen zu lassen, bevor er noch weiter weg fliegt und womöglich jemanden verletzt oder etwas beschädigt. Also hinterher und ihn suchen. Doch das gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn er lag in einem Rübenfeld!

Fast hüfthohe Pflanzen sind einfach keine gute Voraussetzung und ich wollte dem Bauern auch nicht die ganzen Rüben zertreten. Nachdem ich von den Fahrrinnen des Treckers nichts entdeckte, vertagte ich das Suchen auf den nächsten Tag. Las ein wenig im Internet und dort sagte man, man verschätzt sich meist ziemlich, was die Entfernung angeht. Also suchte ich näher an meinem Startpunkt, ohne Erfolg. Nachweiteren Suchen, informierte ich den Bauern, was da in seinem Feld liegt, sollte aber weiter suchen. In der Zwischenzeit, änderte ich schon mal die Firmware meiner Fernbedienung (siehe letzter Artikel).

Also machte ich mich wieder an die Arbeit, jetzt etwas strukturierter. Und nach 2 Wochen (in der einen suchte ich wegen meiner Prüfungen etwas weniger) und insgesamt 14 Stunden Suche und einem ordentlichen Sonnenbrand hatte ich schon fast aufgegeben und wollte gerade aufhören, als da doch ein Propeller durch die Blätter guckte 🙂

Ich habe mal bei Google Earth grob verzeichnet, wo ich stand, wo er laut meiner Erinnerung liegen konnte (rot), wo ich suchte (blau) und wo er tatsächlich lag:

Faszinierenderweise war außer dem Akku (tiefentladen und entsorgt 🙂 ) wieder nichts kaputt. Die Platine und den Empfänger reinigte ich in Alkohol, denn es gab in der Zeit 3-4 ziemliche Unwetter und danach funktionierte wieder alles. Glück gehabt!

Die nächsten Flüge liefen ziemlich gut. Nur traf ich mich vorgestern mit Ines und Marc und wie sich das gehört, ging alles schief 😉

Erst brach ein Ausleger direkt am Motor, scheinbar Materialermüdung und kurze Zeit später stand ein Baum im Weg und beim Aufprall auf den Weg darunter, brach ein anderer Arm direkt in der Mitte. Damit hatte sich das fliegen erledigt. Also ersetzte ich die Azsleger durch Alurohre aus dem Baumarkt (war erstaunt, wie günstig das Zeug ist und wie einfach zersägt 😉 ) und flog ihn heute wieder. Nach den ganzen Abstürzen werde ich ihn „Thunderquack“ nennen 😉

Und wie versprochen habe ich auch ein kurzes Video gemacht. Nichts Überragendes, aber der Beweis, dass er fliegt 😉

Das erste Video mit meiner Kamera, die Qualität geht mit Sicherheit besser und ein paar Mal flieg ich aus dem Bild, aber ich denke man sieht, dass er geht 😉

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